70% aller Patienten finden den Zahnarztbesuch unangenehm oder haben sogar große Angst davor. Mit der Lachgassedierung steht eine effektive und moderne Methode zur Beruhigung während der Behandlung zur Verfügung.

Lachgas (Stickoxydul) ist ein nichtallergenes, nicht reizendes Gas, welches das zentrale Nervensystem beeinflusst. Die analgetische (schmerzstillende) und sedierende (beruhigende) Wirkung wurde bereits im 19. Jahrhundert entdeckt und wird heute millionenfach angewandt. Lachgas ist eines der am häufigsten untersuchten Pharmaka und eines der am besten steuerbaren, heute zugelassenen Beruhigungsmittel.

Bei der Lachgassedierung wird über eine kleine Nasenmaske ein Gemisch aus reinem Sauerstoff und Lachgas verabreicht. Die Wirkung von Lachgas ist nach der Behandlung innerhalb von 5 – 10 Minuten komplett aufgehoben. Die Patienten können in der Regel ohne Begleitperson die Praxis wieder verlassen.

Die Zahnmedizin nutzt Lachgas zur Angstreduktion und Entspannung der Patienten. Auch kann der bei vielen Patienten stark ausgeprägte Würgereiz unterbunden werden. Das Schmerzempfinden nimmt deutlich ab. Durch die Entspannung gelangt der Patient in eine Art Trance, in der er aber jederzeit voll ansprechbar und „Herr seiner Sinne“ bleibt.

Wie funktioniert eine Lachgasbehandlung beim Zahnarzt?

Es wird über eine Maske, die über Nase und Mund getragen wird, inhaliert und verursacht ein Gefühl von Entspannung und Euphorie.

Die Wirkung von Lachgas tritt innerhalb von wenigen Minuten ein und hält in der Regel nur wenige Minuten nach Beendigung der Inhalation an. Die Dosis des Lachgases kann angepasst werden, um den Patienten während der Behandlung zu beruhigen oder eine vollständige Anästhesie zu erreichen.

Wo ist der Unterschied zwischen der Lachgassedierung und der Vollnarkose?

Lachgas und Vollnarkose sind beide Anästhesieverfahren, die bei medizinischen Eingriffen verwendet werden, um Schmerzen und Angst zu reduzieren. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen beiden Verfahren:

  1. Wirkung von Lachgas: Lachgas verursacht ein Gefühl von Entspannung und Euphorie und kann Schmerzen und Angst reduzieren, aber der Patient bleibt wach und kann auf Anweisungen reagieren. Im Gegensatz dazu verursacht eine Vollnarkose eine vollständige Bewusstlosigkeit und Schmerzempfindlichkeit wird vollständig unterdrückt.
  2. Anwendung: Lachgas wird über eine Maske, die über Nase und Mund getragen wird, inhaliert. Die Vollnarkose wird durch Injektion von Narkosemitteln oder durch Inhalation von Gasen verabreicht.
  3. Dauer der Wirkung: Die Wirkung von Lachgas hält in der Regel nur wenige Minuten nach Beendigung der Inhalation an. Die Wirkung von Narkosemitteln hält je nach Dosis und Art des Narkosemittels länger an und muss nach der Operation ausgewaschen werden.
  4. Risiken und Nebenwirkungen: Lachgas hat in der Regel wenige Nebenwirkungen und ist sicher zu verwenden. Die Vollnarkose birgt jedoch ein höheres Risiko von Komplikationen, wie Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Problemen und allergischen Reaktionen.

In der Regel wird die Art der Anästhesie, die verwendet wird, auf der Grundlage der Art der geplanten Operation, des Gesundheitszustands des Patienten und seiner Vorlieben festgelegt. Wir informieren Sie gerne über die verschiedenen Optionen informieren und die beste Wahl treffen.